Vermeidung von Komplikationen
Infektionsrisiko verringern
Eine der am häufigsten auftretenden nosokomialen Infektionen in den USA und Europa ist die Ventilator-assoziierten Pneumonie (VAP), die durch invasive Beatmung hervorgerufen werden kann. Angesichts dieser Tatsache haben zwölf medizinische Fachgesellschaften unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin im Sommer 2008 die S3-Leitlinie „Nicht-invasive Beatmung bei akuter respiratorischer Insuffizienz“ veröffentlicht. Diese Leitlinie formuliert als Handlungsmaxime, dass die nicht-invasive Beatmung überall dort eingesetzt werden sollte, wo dies möglich ist, um die Infektionsgefahr im Krankenhaus zu minimieren.
VAPs belasten nicht nur den Patienten, sondern auch das Budget: Laut einer im Jahr 2000 veröffentlichten Studie verursachten nosokomioale Infektionen in US-amerikanischen Krankenhäusern jährlich Kosten von 29 Milliarden Dollar3. Bei der nicht-invasiven Beatmung sinkt dagegen die Anzahl möglicher Komplikationen um 62 Prozent10, wodurch nicht zuletzt die Mortalitätsrate bei nicht-invasiver Beatmung deutlich geringer ist als bei der Beatmung mit dem Tubus11. Auch das Auftreten von Nebenwirkungen durch Sedativa, die dem Patienten zur Schmerzausschaltung gegeben werden, damit er sich mit dem Tubus beatmen lässt, kann durch nicht-invasive Behandlungsmethoden verringert werden.
Nebenwirkungen reduzieren
Auch in der Patientenüberwachung, beispielsweise bei der kontinuierlichen arteriellen Blutdruckmessung, können Komplikationen vermieden werden. Nicht-invasives Blutdruck-Monitoring (CNAP) kann das das Risiko der Bildung von Blutungen oder Hämatomen, die bei der herkömmlichen invasiven Blutdruckmessung auftreten können, senken.
(*) Quellenbelege entnehmen Sie bitte unseren Factsheets