18. November 2009
Primus IE und Zubehör kommunizieren per Funk
RFID hilft beim Anschließen von Medizingerätezubehör
Lübeck – Das Anästhesiegerät Primus Infinity Empowered (IE) erkennt,
ob der Beatmungsschlauch „Infinity ID breathing circuit“ angeschlossen
ist. Ein Warnhinweis erscheint, falls der neue Atemkalkbehälter „Infinity
ID CLIC Absorber“ nicht richtig am Gerät eingerastet ist, während der
Austauschzeitpunkt der neuen Wasserfalle „Infinity ID WaterLock 2“
automatisch signalisiert wird. RFID (Radio Frequency Identification)
dient dabei der kabellosen Informationsübertragung zwischen Zubehör
und Anästhesiegerät. Die Drahtlostechnologie vereinfacht so klinische
Arbeitsabläufe. Darüber hinaus kann ein RFID-Beatmungsschlauch
sogar bestimmte Beatmungseinstellungen speichern. Beim Wechsel des
Schlauchs zu einem weiteren RFID-fähigen Dräger Anästhesiegerät
können diese automatisch übernommen werden. Die neuen RFIDZubehörteile
sind für Primus IE Geräte ab Softwareversion 4.20
erhältlich.
Der Bildschirm des Primus IE zeigt sofort einen Hinweis an, wenn
beispielsweise der mit einem RFID Chip ausgerüstete Beatmungsbeutel-
Schlauch nicht kompatibel zur gewählten Gerätekonfiguration ist oder
turnusgemäß ausgewechselt werden muss. Dank des winzigen Funkchips im
Zubehör und einer im Primus IE angebrachten Miniaturantenne stehen
Schlauch und Medizingerät im ständigen Kontakt. Die Antenne liest die auf dem
Funkchip gespeicherten Daten aus. Die Gerätesoftware verarbeitet diese
anschließend und wandelt sie in für den Anwender verständliche Informationen
um. Die mit 200 Milliwatt sehr geringe Leistung der RFID-Systeme ist für die nur
wenige Zentimeter betragende Distanz zwischen Zubehörteil und der
Empfangseinheit im Medizingerät völlig ausreichend. Die geltenden Vorschriften
für elektrische Medizingeräte und die relevanten Funknormen werden so
problemlos eingehalten.
Warnsignale helfen bei der richtigen Handhabung
Das turnusgemäße Austauschen von Gerätekomponenten ist oft mit Aufwand,
beispielsweise dem Führen von Listen und Überprüfen von Aufklebern
verbunden. Diese Funktion übernimmt in der neuen Wasserfalle Infinity ID
WaterLock 2 jetzt ein Funkchip, der fristgerecht signalisiert, sobald das
Zubehörteil ausgewechselt werden muss. Auch der neue Infinity ID CLIC
Absorber verfügt über den smarten Chip. Unter anderem warnt das Gerät
unmittelbar, sollte die Atemkalk-Kartusche während der Narkose einmal nicht
richtig mit dem Gerät verbunden sein. Doch damit sind die RFIDEinsatzmöglichkeiten
noch nicht ausgeschöpft: Wird ein Patient
beispielsweise von einem Primus IE in der Einleitung an einen anderen
Primus IE im OP übergeben, können Beatmungseinstellungen mit Hilfe des
RFID-Beatmungsschlauchs mitgenommen werden: Nach Wiederanschließen
bietet das neue Gerät die Einstellungen automatisch zum Bestätigen an,
während zeitaufwendiges Neukonfigurieren entfällt.
Software verarbeitet RFID-Signale
Um die RFID-Daten der neuen Infinity ID Zubehörkomponenten in
Bildschirminformationen umwandeln zu können, wird die neue Software 4.20
benötigt. Anwender bestehender Primus IE-Geräte können nach Installation
der kostenlos bereitgestellten Software alle neuen RFID-Funktionen des
Primus IE ebenfalls nutzen.