19. November 2009
Unfallkrankenhaus Berlin vertraut auf Dräger
Dräger beliefert das Unfallkrankenhaus Berlin mit komplex vernetzter Medizintechnik für die gesamte Akutmedizin
Lübeck – Das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) und Dräger haben einen umfangreichen Liefervertrag abgeschlossen. Er beinhaltet die Ausstattung der akutmedizinischen Bereiche des ukb mit Beatmungs- und Anästhesiegeräten, Monitoring- und IT-Lösungen sowie Deckenversorgungseinheiten. Dies gaben das Krankenhaus und der Medizingerätehersteller anlässlich der Medica 2009 bekannt.
Nach einer europaweiten Ausschreibung der Klinik gab den Ausschlag für Dräger, dass das Lübecker Unternehmen seine Einzelkomponenten über das Infinity Acute Care System miteinander vernetzen kann. „Wir verstehen uns als Krankenhaus mit hohen medizinischen Ansprüchen, das auch schwerverletzten Patienten eine optimale Versorgung bieten will“, erläutert Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des ukb. „Hierfür benötigen wir eine Dateninfrastruktur, die uns sofort einen umfassenden Einblick in die Situation des Patienten erlaubt – und das an jedem Arbeitsplatz.“
Vernetzung der Medizintechnik
Voraussetzung dafür ist eine kontinuierliche Überwachung der Vitaldaten des Patienten. Mit dem Dräger Infinity M540 ist eine lückenlose Erfassung der Daten möglich, sowohl am Bett als auch während des innerklinischen Transports. Auf dem Dräger Infinity C700, der zentralen Ansichts- und Steuerungseinheit des Infinity Acute Care Systems, lassen sich diese Daten auswerten und gemeinsam mit weiteren klinischen Parametern zusammenführen. Auch die Beatmungs- und Anästhesiegeräte sind mit dem Monitoring vernetzbar, sodass bei allen diesen Komponenten die Daten des Patienten verfügbar sind.
Notaufnahme, OP, Anästhesie sowie Intensiv- und Intermediate-Care-Station werden zudem mit auf die Bedürfnisse der einzelnen Bereiche zugeschnittenen Versionen des Patientdaten-Managementsystems ICM ausgestattet. Sie sind untereinander – zum Teil mit WLAN-Technologie –
vernetzt und integrieren die Daten aus dem Infinity Acute Care System. Dort entsteht eine umfassende elektronische Patientenakte, in der alle Informationen zu Zustand, Behandlung und Pflege des Patienten sowie seine administrativen Daten zusammengeführt werden. Das System unterstützt anhand dieser Daten auch die Abrechnung der medizinischen Leistungen.
Einheitliches Bedienkonzept
Dem Klinikum ging es neben der Vernetzung auch um eine standardisierte Lösung für die intensivmedizinischen Bereiche. „Wir haben bewusst einen Anbieter gesucht, der uns möglichst umfassend ausstatten kann“, berichtet Axel Ekkernkamp. „Davon versprechen wir uns in allen Bereichen weniger Reibungsverluste.“ Durch die Konzentration auf einen zentralen Hersteller im Akutbereich des ukb verfügt die große Mehrzahl der Medizingeräte über eine einheitliche Bedienphilosophie. Sie ermöglicht es, den Schulungsaufwand für das Personal zu reduzieren und hilft, Fehlerquellen zu vermeiden. Ebenso wird die Zahl der Schnittstellen zwischen Klinik und Medizintechnikanbietern verringert.
Für Heiko Borwieck, Geschäftsführer von Dräger Medical Deutschland, ist der Auftrag des ukb Bestätigung und Ansporn zugleich: „Ich sehe bestätigt, dass wir mit unserer Entwicklung von integrierter und vernetzter Medizintechnik auf dem richtigen Weg sind, den Bedarf unserer Kunden zu decken. Dass eine Klinik wie das ukb so umfassend auf uns vertraut, motiviert uns, diesen Weg fortzusetzen und uns weiter zu verbessern.“